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Wände streichen: Anleitung ohne Streifen, Profi-Tipps und Farbideen mit anTon

5-Liter-Eimer Anton Weiss vegane Silikat-Wandfarbe von Zgonc auf Malerfolie, mit Farbroller und Malerwanne in einem Renovierungsraum.

Haus & Strom

14.10.2026 · 3 Min Lesezeit

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Wände streichen ist eines der dankbarsten Heimwerkerprojekte: Mit wenig Aufwand wirkt ein Raum wie neu. Damit das Ergebnis gleichmäßig wird und du nicht nach zwei Stunden mit Streifen, Farbnasen oder zu wenig Farbe dastehst, kommt es auf die richtige Vorbereitung und ein paar Handgriffe an. In diesem Ratgeber erfährst du, welches Werkzeug du brauchst, wie du deinen Farbbedarf berechnest, wie du Schritt für Schritt vorgehst und welche Farbideen mit den Farben von anTon zu welchem Raum passen.

Was brauchst du zum Wände streichen?

Zum Wände streichen brauchst du Wandfarbe, eine Farbrolle mit Abstreifgitter, einen Pinsel für Ecken, Malerkrepp und Abdeckmaterial. Mit dieser Checkliste hast du alles beisammen, bevor du startest:

☐ Wandfarbe: passend zu Raum und Untergrund (siehe Tabelle unten)

☐ Farbrolle: 18 cm breit, für Raufaser und Gipskarton eignet sich ein Flor von ca. 15 mm

☐ Flach- oder Ringpinsel: für Ecken, Kanten und Bereiche um Steckdosen

☐ Abstreifgitter und Farbeimer: damit die Rolle gleichmäßig Farbe aufnimmt

☐ Teleskopstange: schont den Rücken und erspart dir bei Raumhöhen bis ca. 2,6 m die Leiter

☐ Malerkrepp und Abdeckvlies oder -folie: für Sockelleisten, Fensterrahmen und Boden

☐ Spachtelmasse und Spachtel: für Dübellöcher und kleine Risse

☐ Tiefgrund: nur bei stark saugenden oder kreidenden Untergründen

☐ Rührstab, Schraubenzieher (für Steckdosenabdeckungen), Leiter, alte Kleidung

Welche Farbe du wählst, hängt vom Raum und deinen Prioritäten ab. Die Innenfarben von anTon im Überblick:

Farbe

Eigenschaften laut Hersteller

Reichweite

Ideal für

anTon Profi Weiss

sehr hohe Deckkraft, intensiver Weißgrad, bis zu 100 % spritzfrei, trocken nach ca. 3 – 4 Std.

ca. 70 – 80 m² pro 10 l

große Flächen, Decken, Renovierung

anTon Dispersionsfarbe

hellweiß, matt, trocken nach ca. 2 – 4 Std.

ca. 60 – 70 m² pro 10 l

Nebenräume, Keller, Ausbesserungen

anTon Mineralfarbe

mineralisch-silikatisch, Deckkraftklasse 1, sehr atmungsaktiv, ohne Konservierungsmittel, vegan zertifiziert

ca. 80 m² pro 10 l

Schlaf-, Kinder- und Wohnräume

anTon Streich-Kalkfarbe

atmungsaktiv, wischfest, ohne Konservierungsmittel

ca. 70 – 80 m² pro 14 kg

Altbau, mineralische Untergründe, natürliches Raumklima

Wie viel Wandfarbe brauchst du?

Du brauchst so viele Liter, wie sich aus Wandfläche mal Anzahl der Anstriche geteilt durch die Ergiebigkeit der Farbe ergibt. Die Wandfläche berechnest du so: Raumumfang mal Raumhöhe, minus Fenster und Türen.

Beispiel: Ein Raum mit 4 × 4 m Grundfläche und 2,5 m Höhe hat 16 m × 2,5 m = 40 m² Wandfläche. Ziehst du ca. 4 m² für Fenster und Tür ab, bleiben 36 m². Bei einer Ergiebigkeit von ca. 7,5 m² pro Liter (wie bei anTon Profi Weiss) brauchst du für einen Anstrich rund 5 Liter.

Grundfläche (Raumhöhe 2,5 m)

Wandfläche ca.

Farbe für 1 Anstrich

Farbe für 2 Anstriche

3 × 3 m (z. B. Arbeitszimmer)

27 m²

ca. 3,5–4 l

ca. 7–8 l

4 × 4 m (z. B. Schlafzimmer)

36 m²

ca. 5 l

ca. 10 l

5 × 4 m (z. B. Wohnzimmer)

40 m²

ca. 5,5 l

ca. 11 l

Werte gerechnet mit ca. 7,5 m² pro Liter. Raufaser, saugender Putz oder ein Farbwechsel von dunkel auf hell erhöhen den Verbrauch. Plane deshalb immer 10–15 % Reserve ein und kaufe Farbe für einen Raum möglichst auf einmal.

Wie bereitest du Wand und Raum richtig vor?

Die wichtigste Vorbereitung ist, den Untergrund zu prüfen, Löcher zu schließen und alles abzukleben, was keine Farbe abbekommen soll. Gute Vorbereitung macht etwa die Hälfte der Arbeit aus und entscheidet über das Ergebnis.

  • Raum ausräumen: Möbel in die Raummitte schieben und abdecken, Boden mit Vlies oder Folie auslegen.

  • Steckdosen und Schalter: Sicherung ausschalten, Abdeckungen abschrauben, Öffnungen abkleben.

  • Untergrund prüfen: Wisch mit der flachen Hand über die Wand. Bleibt weißer Staub an der Hand, kreidet der alte Anstrich. Spritz etwas Wasser an die Wand: Zieht es sofort ein, saugt der Untergrund stark. In beiden Fällen grundierst du mit Tiefgrund (anTon Tiefgrund: 5 l reichen für bis zu 50 m²).

  • Löcher und Risse spachteln: Dübellöcher mit Fertigspachtelmasse füllen, nach dem Trocknen glatt schleifen.

  • Abkleben: Malerkrepp sauber auf Sockelleisten, Fensterrahmen, Türzargen und an der Deckenkante anbringen und gut andrücken.

Wichtig: Dunkle Flecken an Außenwänden oder in Raumecken können Schimmel sein. Überstreiche sie nicht einfach, sondern kläre zuerst die Ursache (meist zu hohe Luftfeuchtigkeit oder eine kalte Wand). Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zum Thema Schimmel vermeiden.

Wände streichen Schritt für Schritt: So gelingt es ohne Streifen

Streifenfrei wird die Wand, wenn du zügig nass in nass arbeitest, also immer in die noch feuchte Farbe der vorigen Bahn hineinrollst. So gehst du vor:

  1. Farbe aufrühren: Rühr die Farbe gründlich auf, auch wenn sie gebrauchsfertig ist.

  2. Ecken und Kanten vorstreichen: Streich mit dem Pinsel einen ca. 5 cm breiten Streifen entlang von Ecken, Decke und Krepp. Mach das nur für eine Wand, damit die Farbe beim Rollen noch feucht ist.

  3. Rolle richtig tränken: Tauch die Rolle ein und roll sie am Gitter ab, bis sie gleichmäßig gesättigt ist, aber nicht tropft.

  4. Farbe verteilen: Roll in Bahnen von ca. 1 m Breite zuerst senkrecht, dann waagrecht (Kreuzgang). Arbeite immer eine ganze Wand ohne Pause durch.

  5. Abrollen zum Licht: Roll die Fläche zum Schluss ohne neue Farbe senkrecht von oben nach unten ab, am besten in Richtung Fenster. So entstehen keine sichtbaren Ansätze.

  6. Krepp abziehen: Zieh das Malerkrepp ab, solange die Farbe noch feucht ist, im flachen Winkel vom Anstrich weg.

  7. Zweiten Anstrich prüfen: Viele anTon Farben decken laut Hersteller beim ersten Anstrich. Bei einem Farbwechsel oder durchscheinenden Stellen streichst du nach der angegebenen Trockenzeit ein zweites Mal.

Profi-Tipp: Streich bei Tageslicht und schalte zusätzlich eine helle Lampe ein, die schräg auf die Wand leuchtet. So siehst du Fehlstellen sofort, solange du sie noch nass in nass ausbessern kannst. Ideal sind Raumtemperaturen um 15 – 20 °C ohne Zugluft und ohne direkte Sonne auf der Wand. Dreh die Heizung unter der Wand, die du gerade streichst, zurück, damit die Farbe nicht zu schnell antrocknet.

Welche Wandfarbe passt zu welchem Raum? Farbideen mit anTon

Helle, kühle Töne lassen Räume größer und ruhiger wirken, warme und kräftige Töne machen sie gemütlicher und betonen einzelne Flächen. Mit den Voll- und Abtönfarben von anTon kannst du beides umsetzen: Pur gestrichen ergeben sie kräftige Akzentwände, in Weiß gemischt zarte Pastelltöne. Eine 500-ml-Flasche reicht laut Hersteller pur für ca. 3 – 5 m².

Raum

Gewünschte Wirkung

Farbidee mit anTon

Wohnzimmer

gemütlich, modern

Akzentwand in Petrol hinter Sofa oder Regal, restliche Wände in Profi Weiss

Schlafzimmer

ruhig, entspannend

Weiß zart abgetönt mit Flieder oder Ultramarin

Kinderzimmer

frisch, freundlich

Frühlingsgrün oder ZGONC Gelb als Pastellton, Basis Mineralfarbe

Küche und Essbereich

einladend, lebendig

ZGONC Gelb abgetönt oder ein schmaler Akzent in Signalrot

Vorzimmer und Flur

hell, warm

Weiß mit einem Hauch Umbra für ein warmes Naturweiß

Arbeitszimmer

konzentriert

Frühlingsgrün zart, Akzentfläche in Petrol

So setzt du Farbideen erfolgreich um:

  • Probeanstrich machen: Streich eine Fläche von ca. 50 × 50 cm und schau sie dir bei Tages- und Kunstlicht an. Farben wirken an der Wand oft kräftiger als im Gefäß.

  • Gesamtmenge auf einmal mischen: Misch die Farbe für den ganzen Raum in einem Gefäß. Wer nachmischt, bekommt fast immer einen leicht anderen Ton.

  • Mit Schwarz abtönen: Ein paar Tropfen Schwarz in Weiß ergeben ein modernes Hellgrau.

  • Akzentwand gezielt wählen: Am besten wirkt die Wand, auf die du beim Betreten des Raums zuerst blickst.

Abtönen funktioniert am zuverlässigsten mit weißer Dispersionsfarbe wie anTon Profi Weiss. Ob Mineral- und Kalkfarbe mit den Abtönfarben kombiniert werden können, erfährst du von unseren Fachberater:innen in den 39 ZGONC-Filialen.

Welche Fehler solltest du beim Streichen vermeiden?

Die häufigsten Fehler sind zu wenig Farbe auf der Rolle, Pausen mitten in der Wand und Streichen bei falschen Bedingungen. Diese Punkte solltest du kennen:

  • Zu sparsam rollen: Eine fast trockene Rolle hinterlässt Streifen und eine ungleichmäßige Deckung.

  • Pause mitten in der Wand: Angetrocknete Ränder zeichnen sich später als Ansatz ab.

  • Zu früh überstreichen: Halte die Trockenzeit laut Gebinde ein, sonst löst du die erste Schicht wieder an.

  • Kalte oder feuchte Räume: Unter ca. 5 °C trocknen viele Wandfarben nicht richtig.

  • Krepp zu spät abziehen: Trockene Farbe reißt beim Abziehen mit.

Häufig gestellte Fragen

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