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Schimmel vermeiden im Winter: richtig lüften, Luftfeuchtigkeit messen und die passende Wandfarbe

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Haus & Strom

14.10.2026 · 3 Min Lesezeit

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Schimmel vermeiden im Winter: richtig lüften, Luftfeuchtigkeit messen und die passende Wandfarbe

Schimmel vermeiden ist im Winter besonders wichtig, denn jetzt treffen warme, feuchte Raumluft und kalte Außenwände aufeinander. Die Folge sind beschlagene Fenster, muffiger Geruch und im schlimmsten Fall dunkle Flecken in Raumecken oder hinter Kasten. Schimmel ist nicht nur unschön, sondern kann auch die Gesundheit belasten. In diesem Ratgeber erfährst du, warum Schimmel entsteht, welche Luftfeuchtigkeit ideal ist, wie du richtig lüftest und welche Wandfarben vorbeugend wirken.

Warum entsteht Schimmel im Winter?

Schimmel entsteht, wenn sich Feuchtigkeit aus der Raumluft an kalten Oberflächen niederschlägt und dort längere Zeit bleibt. Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte. Kühlt sie an einer kalten Außenwand ab, wird die Feuchtigkeit als Kondenswasser frei, und Schimmelsporen finden ideale Bedingungen.

Feuchtigkeit entsteht im Alltag laufend: beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen, durch Pflanzen und durch Atmen. Ein Vier-Personen-Haushalt gibt pro Tag rund 10 Liter Wasser an die Raumluft ab. Besonders gefährdet sind:

  • Außenecken und Fensterlaibungen: Hier ist die Wand am kältesten.

  • Flächen hinter Möbeln an Außenwänden: Die Luft zirkuliert kaum.

  • Bad und Schlafzimmer: viel Feuchtigkeit, oft kühl gehalten.

  • Wenig beheizte Räume: Warme, feuchte Luft aus anderen Räumen kondensiert dort.

Welche Luftfeuchtigkeit ist im Winter ideal?

Ideal ist im Winter eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 – 60 % bei Raumtemperaturen, die auch in wenig genutzten Räumen nicht dauerhaft unter ca. 16 °C fallen. Liegt die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit über 60 %, steigt das Schimmelrisiko deutlich.

Raum

Empfohlene Temperatur

Empfohlene Luftfeuchtigkeit

Wohnzimmer, Arbeitszimmer

ca. 20 – 22 °C

40 – 60 %

Schlafzimmer

ca. 16 – 18 °C

40 – 60 %

Kinderzimmer

ca. 20 °C

40 – 60 %

Küche

ca. 18 – 20 °C

50 – 60 %

Bad

ca. 22 – 24 °C

nach dem Duschen kurzzeitig höher, danach rasch unter 60 %

Ob deine Werte passen, siehst du nur mit einem Hygrometer. Ein digitales Thermo-Hygrometer zeigt Temperatur und Luftfeuchtigkeit gleichzeitig und kostet bei ZGONC ab ca. 10 €. Stell es nicht direkt neben Heizkörper, Fenster oder Wasserkocher, sondern auf Augenhöhe an eine Innenwand.

Wie lüftest du im Winter richtig?

Im Winter lüftest du richtig, indem du mehrmals täglich für wenige Minuten die Fenster ganz öffnest, statt sie dauerhaft gekippt zu lassen. Dieses Stoßlüften tauscht die feuchte Raumluft schnell aus, ohne dass die Wände auskühlen. So gehst du vor:

  1. Heizkörperthermostat zudrehen: Dreh das Thermostat während des Lüftens zurück, damit die Heizung nicht gegen die Kaltluft anheizt.

  2. Fenster ganz öffnen: Am besten zwei gegenüberliegende Fenster gleichzeitig (Querlüften).

  3. Kurz und kräftig lüften: Bei Frost reichen ca. 5 Minuten, bei milderen Temperaturen 10 – 15 Minuten.

  4. Mehrmals täglich wiederholen: 3 – 4 Mal am Tag, vor allem morgens nach dem Aufstehen, nach dem Duschen und nach dem Kochen.

  5. Fenster schließen, Heizung wieder an: Die frische, trockenere Luft erwärmt sich schnell und nimmt neue Feuchtigkeit auf.

Profi-Tipp: Gekippte Fenster bringen im Winter kaum Luftaustausch, kühlen aber die Wand rund ums Fenster stark ab. Genau dort bildet sich dann gern Schimmel. Lass die Fenster deshalb lieber zu und lüfte gezielt mehrmals täglich stoßweise.

Außerdem hilft es, wenn du Kasten und Sofas mit 5 – 10 cm Abstand zur Außenwand aufstellst, Wäsche möglichst nicht in Wohnräumen trocknest und die Türen zu kühleren Räumen geschlossen hältst.

Welche Hilfsmittel helfen gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit?

Das wichtigste Hilfsmittel ist ein Hygrometer, weil du nur mit gemessenen Werten gezielt lüften kannst. Ergänzend helfen Luftentfeuchter in kleinen Räumen und ein Infrarot-Thermometer, um kalte Wandstellen zu finden.

  • Thermo-Hygrometer: zeigt Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ideal ist eines pro Wohnbereich, besonders in Schlafzimmer und Bad.

  • Infrarot-Thermometer: misst berührungslos die Oberflächentemperatur der Wand. Liegt sie bei 20 °C Raumtemperatur und 50 % Luftfeuchtigkeit unter ca. 12,6 °C, besteht Schimmelgefahr [prüfen].

  • Raumentfeuchter mit Granulat: für kleine, schlecht belüftete Räume wie Abstellkammer oder Kasten. Für Wohnräume ersetzen sie das Lüften nicht.

  • Elektrisches Entfeuchtungsgerät: sinnvoll nach einem Wasserschaden oder in feuchten Kellerräumen. Statt zu kaufen, kannst du ein Entfeuchtungsgerät im ZGONC-Maschinenverleih in Wien 3 und Brunn am Gebirge ausleihen.

Passende Produkte bei ZGONC:

Welche Wandfarbe beugt Schimmel vor?

Am besten beugen diffusionsoffene, alkalische Wandfarben wie Mineral- und Kalkfarbe vor. Sie lassen Feuchtigkeit durch die Wand atmen und haben einen hohen pH-Wert, der Schimmelsporen das Wachstum erschwert. Eine Farbe ersetzt aber nie das richtige Lüften oder die Behebung eines Bauschadens.

Farbe

Wirkung laut Hersteller

Ideal für

anTon Mineralfarbe

mineralisch-silikatisch, höchst atmungsaktiv, ohne Konservierungsmittel, vegan zertifiziert

Schlaf-, Kinder- und Wohnräume, mineralische Untergründe

anTon Streich-Kalkfarbe

atmungsaktiv, wischfest, aus fein kristallinem Kalk der österreichischen Kalkalpen, für Allergiker geeignet

Altbau, Putz, Lehm, Kalkuntergründe

Herkömmliche Dispersionsfarbe

weniger diffusionsoffen als Mineral- und Kalkfarbe

Räume ohne Feuchteproblem

Laut Hersteller wirken die Innenfarben von anTon aktiv gegen Schimmel und Bakterien. Für den vollen Effekt sollte der Untergrund ebenfalls mineralisch sein, also etwa Kalk- oder Kalkzementputz. Auf alten Dispersionsanstrichen oder Tapeten ist die Wirkung eingeschränkt.

Was tust du, wenn sich schon Schimmel gebildet hat?

Kleine, oberflächliche Schimmelstellen bis etwa zur Größe einer Handfläche kannst du selbst entfernen, größere oder wiederkehrende Befallflächen gehören in die Hände von Fachleuten.

Wichtig: Schimmel nie trocken abbürsten oder einfach überstreichen, dabei verteilst du Sporen in der Raumluft und der Schimmel wächst unter der Farbe weiter. Trag beim Entfernen Handschuhe, Schutzbrille und eine FFP2-Maske und lüfte gut. Wiederkehrender Schimmel oder Befall auf größeren Flächen deutet auf eine Ursache in der Bausubstanz hin, etwa eine Wärmebrücke oder aufsteigende Feuchtigkeit. Dann solltest du eine Fachfirma oder einen Bausachverständigen beiziehen.

Ist die Stelle entfernt und die Ursache behoben, lässt du die Wand gut austrocknen und streichst sie anschließend mit einer diffusionsoffenen Mineral- oder Kalkfarbe.

Häufig gestellte Fragen

5-Jahre ZGONC Garantie

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Erstklassige Fachberatung

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39 Standorte österreichweit

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